JDM, Auktionsblatt, Shaken, RoRo, Vollabnahme: Wer ein Auto aus Japan kauft, stößt auf viele neue Begriffe. Hier sind die wichtigsten, kurz und verständlich erklärt.
Wer ein Auto aus Japan importiert, begegnet vielen Begriffen, die man vom normalen Autokauf in Deutschland nicht kennt. Dieses Lexikon erklärt die wichtigsten davon in einfachen Worten, von der Auktion in Japan bis zur Zulassung in Deutschland.
Auktionsblatt
Das Prüfprotokoll, das ein unabhängiger Prüfer des Auktionshauses vor der Versteigerung erstellt. Es enthält eine Gesamtnote, eine Innenraumnote, die Laufleistung und eine Skizze mit allen Kratzern, Dellen und Reparaturen. Das wichtigste Dokument, um ein Auto aus Japan einzuschätzen.
Grade (Gesamtnote)
Die Gesamtnote auf dem Auktionsblatt. Sie reicht grob von S oder 6 für neuwertig über 4,5 für sehr gut und 4 für gut bis 3 und darunter für deutliche Mängel. R oder RA steht für einen reparierten Unfallschaden.
Innenraumnote
Die Bewertung des Innenraums auf dem Auktionsblatt, von A für sehr gut bis E für stark abgenutzt.
JDM
Kurz für Japanese Domestic Market. Gemeint sind Fahrzeuge, die für den japanischen Markt gebaut und dort verkauft wurden. Der Begriff wird oft auch für typisch japanische Sportwagen und Tuning-Kultur verwendet.
Shaken
Die gesetzliche Hauptuntersuchung in Japan, vergleichbar mit dem deutschen TÜV. Neue Pkw müssen nach drei Jahren zum ersten Mal hin, danach alle zwei Jahre. Weil das Shaken teuer ist, verkaufen viele Japaner ihr Auto früh. Das ist ein Grund für das große Angebot an gepflegten Gebrauchtwagen.
Export Certificate
Die japanische Ausfuhrbescheinigung. Sie entsteht, wenn ein Fahrzeug in Japan für den Export abgemeldet wird, und wird für die Zulassung in Deutschland benötigt.
RoRo
Kurz für Roll-on/Roll-off. Das übliche Verfahren, um Autos zu verschiffen: Die Fahrzeuge werden über Rampen direkt auf ein Autotransportschiff gefahren. Die Alternative ist der Transport im Container.
Rechtslenker
Ein Fahrzeug mit dem Lenkrad auf der rechten Seite. In Japan herrscht Linksverkehr, deshalb sind viele japanische Autos Rechtslenker. Sie dürfen in Deutschland zugelassen werden, die Beleuchtung muss aber für den Rechtsverkehr passen.
Zoll und Einfuhrumsatzsteuer
Beim Import eines Autos aus einem Land außerhalb der EU fallen in der Regel Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an. Für Pkw beträgt der Zoll üblicherweise 10 Prozent, die Einfuhrumsatzsteuer 19 Prozent. Für Fahrzeuge, die in Japan hergestellt wurden, kann durch das Handelsabkommen zwischen der EU und Japan mit Ursprungsnachweis ein niedrigerer Zoll gelten.
COC-Papier
Die EU-Übereinstimmungsbescheinigung, auf Englisch Certificate of Conformity. Sie bestätigt, dass ein Fahrzeug einem in der EU genehmigten Typ entspricht. Fahrzeuge für den japanischen Markt haben in der Regel kein COC-Papier und brauchen deshalb eine Einzelabnahme.
Vollabnahme (Einzelabnahme)
Die Begutachtung eines Fahrzeugs durch eine Prüforganisation wie den TÜV, wenn es keine EU-Typgenehmigung hat. Geprüft wird, ob das Auto den deutschen Vorschriften entspricht, etwa bei Beleuchtung, Abgasen und Bremsen. Erst mit dem Gutachten ist eine Zulassung möglich.
Kei-Car
Eine japanische Fahrzeugklasse für besonders kleine Autos mit strengen Grenzen bei Größe und Hubraum, höchstens 660 Kubikzentimeter. Kei-Cars sind in Japan steuerlich begünstigt und sehr verbreitet.
Zulassungsbescheinigung Teil I und II
Die deutschen Fahrzeugpapiere, früher Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief. Ein Auto aus Japan bekommt sie nach der Vollabnahme bei der Zulassungsstelle.
Wie hilft HAMA Automobile?
Wir importieren seit 2009 Fahrzeuge direkt von japanischen Auktionen, mit Schwerpunkt auf Mercedes-Benz. Vom Auktionsblatt über Seetransport, Zoll und Vollabnahme bis zur Zulassung übernehmen wir jeden Schritt. Du bekommst dein Auto fahrfertig mit deutschen Papieren.