Gepflegt, wenig gelaufen, ehrlich dokumentiert, aber auch Wartezeit und ein paar Besonderheiten. Wann sich ein Auto aus Japan lohnt und wann eher nicht.
Ein Auto aus Japan lohnt sich vor allem dann, wenn du ein gepflegtes Fahrzeug mit niedriger Laufleistung und nachvollziehbarem Zustand suchst und ein paar Wochen Wartezeit einplanen kannst. Die großen Vorteile sind der oft sehr gute Zustand, die unabhängige Bewertung auf dem Auktionsblatt und die große Auswahl. Die Nachteile sind die Wartezeit, der Kauf ohne vorherige Probefahrt und mögliche Umrüstungen an Radio oder Navigation. Hier sind beide Seiten im Überblick.
Welche Vorteile hat ein Auto aus Japan?
Gepflegter Zustand: Japans strenge und teure Hauptuntersuchung, das Shaken, sorgt dafür, dass viele Halter ihr Auto früh und gut gewartet verkaufen.
Niedrige Laufleistung: Viele Fahrzeuge werden in Japan vor allem in der Stadt und auf kurzen Strecken bewegt. Hohe Kilometerstände sind deshalb seltener.
Wenig Rost: In weiten Teilen Japans wird im Winter kaum Streusalz gestreut. Das schont Unterboden und Karosserie.
Ehrliche Dokumentation: Vor jeder Auktion bewertet ein unabhängiger Prüfer das Fahrzeug. Jeder Kratzer und jede Reparatur steht im Auktionsblatt.
Große Auswahl: Auf den japanischen Auktionen werden laufend sehr viele Fahrzeuge angeboten, darunter Modelle und Ausstattungen, die in Deutschland selten sind.
Welche Nachteile gibt es?
Wartezeit: Von der Auktion bis zur Übergabe vergehen in der Regel 10 bis 14 Wochen. Wer sofort ein Auto braucht, ist mit einem Fahrzeug aus dem Bestand besser bedient.
Keine Probefahrt vor dem Kauf: Du kaufst auf Grundlage von Auktionsblatt und Fotos. Umso wichtiger ist ein Importeur, der das Blatt genau liest und dir offen sagt, was darauf steht.
Technik für den japanischen Markt: Radio und Navigation sind oft auf Japan ausgelegt. Das Radio empfängt meist nur einen Teil der deutschen Sender, und die Menüsprache kann Japanisch sein.
Rechtslenker: In Japan herrscht Linksverkehr, viele Autos sind deshalb Rechtslenker. Sie dürfen in Deutschland zugelassen werden, sind aber nicht jedermanns Sache.
Aufwand bei der Einfuhr: Zoll, Einfuhrumsatzsteuer, TÜV-Vollabnahme und Zulassung müssen erledigt werden. Das kostet Zeit und Geld und gehört in jeden Preisvergleich.
Für wen lohnt sich ein Auto aus Japan?
Für alle, die Wert auf Zustand und Laufleistung legen und bereit sind, ein paar Wochen zu warten. Besonders interessant ist der Import bei Premium-Modellen wie Mercedes-Benz, bei denen der Zustand stark über den Wert entscheidet. Weniger geeignet ist er, wenn du kurzfristig ein Auto brauchst oder ein Fahrzeug unbedingt vor dem Kauf selbst fahren möchtest.
Worauf sollte ich beim Vergleich achten?
Vergleiche nie nur den Preis auf der Auktion. Entscheidend ist der Gesamtpreis für das fahrfertige, zugelassene Auto, inklusive Transport, Zoll, Steuer, TÜV-Vollabnahme, Aufbereitung und Zulassung. Frag außerdem, ob du das Auktionsblatt vor dem Kauf bekommst und ob es eine Garantie gibt.
Wie macht HAMA Automobile es?
Wir importieren seit 2009 Fahrzeuge direkt von japanischen Auktionen, mit Schwerpunkt auf Mercedes-Benz. Du bekommst Auktionsblatt und Fotos, bevor wir bieten. Seetransport, Verzollung, TÜV-Vollabnahme, Aufbereitung in unserer eigenen Werkstatt und die Zulassung übernehmen wir. Auf jedes Fahrzeug gibt es 12 Monate Gebrauchtwagengarantie. Wer nicht warten möchte, findet bereits importierte Fahrzeuge direkt in unserem Bestand in Weferlingen.